Sülz erhöht Anwohnerparkgebühren drastisch auf 480 Euro
Köln-Sülz erhöht die Jahresgebühr für Anwohnerparkausweise von 30 auf 480 Euro, ein Plus von 1.500 Prozent. Wirksam wird das in sechs Wochen, die Mehreinnahmen sollen in Radwege fließen.
Der Rat des Stadtbezirks Köln-Sülz hat beschlossen, die jährliche Gebühr für Anwohnerparkausweise von bisher 30 Euro auf künftig 480 Euro anzuheben — eine Steigerung um 1.500 Prozent, die die Verwaltung mit dem Ziel begründet, eine stärkere Lenkung des Verkehrs und eine gerechtere Flächenverteilung zu erreichen. Der Beschluss (AZ: V-2026-081) wurde in der Sitzung am Donnerstag mit 29 zu 18 Stimmen gefasst und soll bereits in sechs Wochen wirksam werden.
Hinter dem nüchternen Zahlenspiel steht nach Darstellung der Verantwortlichen ein doppelter Zweck: weniger Pkw im Wohnumfeld und eine finanzielle Lastenverteilung, die sich an der realen Inanspruchnahme des öffentlichen Raums orientiere. Die Opposition bezeichnete den Schritt hingegen als sozial unsensibel und überraschte viele Bewohnerinnen und Bewohner des Viertels.