Riesaer Tüftler und sein Motor, der aus Leitungswasser fährt
Drei Jahre, 427 Versuche, ein Schuppen in Riesa: Ein Kfz-Meister im Vorruhestand sagt, sein Motor laufe mit Leitungswasser. Das Patentamt bittet um Geduld, ein Ingenieur bleibt höflich skeptisch.
Im Schuppen hinter dem Einfamilienhaus an der Elbe hat Hans‑Joachim Richter, Kfz‑Meister im Vorruhestand, drei Jahre gebaut, rund 427 Versuche gefahren und zuletzt behauptet, sein Motor laufe sauber mit Leitungswasser. Er habe das Ganze „wie früher am Wagen“ prototypisch zusammengesetzt: Steuerung, Zylinder, Elektrolyseeinheit – und das Ganze so getunt, dass angeblich ein Auto damit 2,8 Liter Wasser auf 100 km „verbraucht“ und mit einem 20‑Liter‑Vorrat knapp 714 km weit kommt. Kosten pro 100 km? Richter rechnet mit 0,01 Euro – der Spritpreis, den man beim Nachbarn ungefragt erbt.