Noten per Glücksrad: Zockt die Schule unsere Kinder aus?
An der Gesamtschule Süd vergibt ein Mathelehrer die Noten mit einem Glücksrad – angeblich zur Stressreduktion. Eltern toben, ein Schüler jubelt, die Schulleitung beruft eine Pseudo-Studie ins Feld.
"Das ist doch unfassbar – mein Kind ist keine Losnummer!" beginnt eine Mutter der 9b, und genau darum geht es: An der Gesamtschule Süd vergibt der Mathematiklehrer Herr Klein seit drei Wochen die Endnoten nicht nach Leistung, sondern per Glücksrad, angeblich um Prüfungsangst zu reduzieren und „neue Bewertungsformen“ zu testen.
Die Methode ist simpel und präzise. Nach der Korrektur des Tests wird zunächst der Rohpunktwert dokumentiert (Protokollblatt GS-SÜD/2026/07). Anschließend wird ein rotierendes, handbetriebenes Rad mit sechs gleich großen Segmenten eingesetzt, beschriftet mit den Ziffern 1 bis 6. Der Lehrkraft dreht das Rad einmal vor der Klasse, die angezeigte Zahl ersetzt die bisherige Notenberechnung; es gibt keine Kumulation, keine Mittelwertbildung und keine Korrektur. Pro Test wird genau ein Spin durchgeführt. Das