Der Stadtrat beschloss mehrheitlich ein neues Tempolimit von 7 km/h in der Kölner Innenstadt, offiziell damit Fußgänger 'aufholen' können. Die Regel tritt in einem Monat in Kraft; Kontrollen erfolgen per Kameras und mobilen Diensten.
Der Rat der Stadt Köln hat am Mittwoch mehrheitlich eine ungewöhnliche Verkehrsregel verabschiedet: In der Innenstadt gilt künftig Tempo 7, um Fußgängerinnen und Fußgängern die Möglichkeit zu geben, "aufzuholen" – so die offizielle Begründung des Verkehrsdezernats, das die Maßnahme als Beitrag zu einem behutsameren Miteinander im Straßenraum versteht. Der Beschluss (Az. R-2026/114) fiel mit 42 Ja-, 13 Nein-Stimmen und 5 Enthaltungen; zuständig ist das neu geschaffene Dezernat für Mobilität und Verkehr.
Die Pointe, die schon in der Begründung angelegt war, lautet schlicht: Wer so langsam fährt, sammelt Fußgänger ein. Das Dezernat argumentiert jedoch nüchtern, dass es um räumliche und zeitliche Angleichung gehe, nicht um einen Wettbewerb im Schneckentempo.